Unsere Marokko-Rundreisen

Marokko mit Stil - die vier Königsstädte
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Kleingruppenreise
8-Tage-Erlebnisreise, augesuchte 4-Sterne-Hotels, Halbpension, Flugarrangement zubuchbar
  • Rabat, Meknès, Fès & Marrakech: die 4 Königsstädte
  • Innenbesichtigung der Hassan-Moschee in Casablanca
  • André Heller-Garten „Anima“ & das „Paradis du Safran“
  • Der „Jardin Majorelle“
  • Keine Verkaufsfahrten

Unterkünfte in Marokko

Hotels in Marokko: 
Die Hotelsterne in Marokko sagen oftmals wenig über die eigentliche Qualität und  über die Führung des Hauses aus. Die Vergabe von Hotelsternen ist noch immer nationales Kriterium und informiert Sie nur über die technische Ausstattung eines Hotels. Sie sollten die marokkanische Sterne-Klassifizierung nicht unreflektiert mit deutschem Standard messen. Unser Bestreben ist es, Ihnen mit Nennung der Hotelnamen eine Informationsmöglichkeit in den einschlägigen Foren zu geben und damit Vertrauen in unsere Arbeit zu schaffen. 

Riads:
Ein Riad ist ein typisches marokkanisches Haus in der Medina (Altstadt), das sich besonders dadurch kennzeichnet, dass es zumeist keine oder nur kleine Fenster zur Straße oder Gasse hat. Alle Räume gruppieren sich um einen nach oben hin offenen Innenhof. Diese Bauweise spiegelt zum einen die Wichtigkeit der Privatsphäre wieder, ist aber auch den extremen Wetterverhältnissen geschuldet. 
Der Begriff Riad kommt aus dem Arabischen und heißt übersetzt "Garten". Die meisten traditionellen Riads sind im Hof oder auf der Terrasse bepflanzt und verfügen über eine kleine Gartenoase mit Blumen, Zitrusbäumen sowie einen zentralen Brunnen oder ein Wasserbecken.
In den letzten Jahren wurden viele der Riads mit viel Liebe restauriert und dienen vor allem in Marrakech, Fès und Essaouira als kleine Hotels, Restaurants oder Museen. Die Wände sind traditionell mit Tadelakt verputzt oder mit Kacheln verkleidet, die Fenster- und Türbögen mit Gips-Arbeiten verziert, die Fußböden mit Holz, Fliesen oder Marmor ausgelegt und mit Teppichen geschmückt. Jedes der wenigen Zimmer eines Riads ist individuell gestaltet. Freuen Sie sich auf ein besonderes Erlebnis!

Geschichte und Kultur Marokkos

Geschichte:
Lange Zeit konnte sich Marokko gegen die Besetzung durch europäische Kolonialmächte wehren. Mit der Besetzung Algeriens und Tunesiens wurde dies zunehmend schwieriger. Die Bedrohung wurde immer ernster. Durch den Protektoratsvetrag mit Frankreich, den "Vertrag von Fès", verlor Marokko am 30. März 1912 offiziell seine Unabhängigkeit. Dies führte zu Aufständen und Protesten der marokkanischen Bevölkerung. Aufgrund des französisch-spanischen Vertrages vom 27. November 1912 wurde Marokko in 2 Zonen geteilt. Die nördlichen Gebiete um die Städte Ceuta, Tétouan und Melilla sowie einige Gebiete im Süden wurden Spanien zugeordnet. Die offizielle Sprache für jegliche politischen und bürokratischen Angelegenheiten war Französisch. Der Sultan blieb als Oberhaupt des Landes bestehen, erfüllte jedoch nur noch eine repräsentative Funktion. Islamische Rituale und Regeln wurden beibehalten, um der Bevölkerung in Zeiten des Umbruchs die Illusion von Kontinuität zu vermitteln. Die gesellschaftspolitische Partei "Istiqlal" forderte zunehmend die Unabhängigkeit Marokkos. Unterstützt wurde die Partei vom Sultan, was zu einer Krise zwischen dem Palast und der Protektoratsmachtsmacht Frankreich führte. Schließlich wurden der Sultan Mohammed V. und sein Sohn nach Madagaskar ins Exil verbannt. Im Jahre 1955 kehrte er zurück. Durch die wachsenden Proteste der marokkanischen Bevölkerung und die damit verbundenen innerpolitischen Differenzen sowie diplomatischen Problemen in Frankreich wurde es für die Protektoratsmacht in Marokko immer schwieriger ihre Stellung zu behaupten. Im Jahre 1956 wurde Marokko schließlich unabhängig und der Sultan Mohammed V. zum Staatsoberhaupt erklärt.

Königstädte:

Die vier prunkvollen Königsstädte Marokkos sind Fès, Marrakesch, Meknès und Rabat. Jede dieser Städte war die Hauptstadt einer der bedeutenden, großen Dynastien Marokkos:
  • Fès: Hauptstadt der Idrisiden von 807 bis 926, Meriniden von 1248 bis 1465 und Alawiden von 1666 bis 1672 und von 1727 bis 1912
  • Marrakesch: Hauptstadt der Almoraviden von 1070 bis 1147, Almohaden von 1147 bis 1269 und Saâdier von 1554 bis 1659
  • Meknès: Hauptstadt der Alawiden von 1672 bis 1727
  • Rabat: Hauptstadt der Alawiden seit 1912
Lebensweise:
Ein Besuch im Hammam zählt zu den bedeutendsten islamischen Zeremonien. Für viele Marokkaner ist ein Besuch im Hammam noch heute fester Bestandteil ihres Alltags und wird mindestens einmal pro Woche und vor speziellen Feiertagen durchgeführt. Ursprünglich stammt die Jahrtausende alte Hammamkultur aus dem Orient. Nicht nur die Reinigung des Körpers und die Entspannung sondern auch der Austausch mit anderen steht hier im Vordergrund. Anders als in Deutschland, wo Wellness- und Hammam-Oasen mit Ruhe in Verbindung gebracht werden, wird in Marokko in einem traditionellen Hammam laut geredet und gelacht. Schaumberge und herrliche Duftwelten erlauben eine Reise in die Wellness-Welten von 1001 Nacht. 

Einige Marokkaner leben in Kasbahs, früheren Festungs- oder Burganlagen innerhalb der Medina (Altstadt). In den Königsstädten Fès; Rabat und Marrakech dienten die Kasbahs beispielsweise als Residenz für den König, wenn er sich in städtischem Gebiet aufhielt. Auch Staatsbeamte und Militärs lebten in Kasbah-Vierteln. Heute dienen diese ehemaligen Festungsbauwerke oftmals als Wohnanlagen.  Kasbahs findet man nicht nur in den Medinas, sondern über das ganze Land verteilt, oft an früher wichtigen Handelsstraßen. Die bekannteste in Ait Benhaddou.

Die Religion spielt im alltäglichen marokkanischen Leben eine große Rolle. Beinahe 99% der Einwohner Marokkos sind Muslime. Marokko kann als vergleichsweise tolerantes islamisches Land beschrieben werden. Es herrscht eine Diversität bezüglich der Intensität der Religionsausübung. Auch der Kleidungsstil der Marokkaner ist nicht einheitlich. Man trifft auf Marokkanerinnen, die die traditionelle Djellaba und ein Kopftuch tragen, doch viele Mädchen und Frauen vor allem in den Städten kleiden sich durchaus modern und feminin. Gerade gegenüber Touristen sind die Marokkaner tolerant. Dennoch sollte man aus Respekt gegenüber fremder Kulturen die Schultern und Knie bedeckt halten.

Die Natur in Marokko

Naturlandschaften:
Besonders auffällig ist die beinahe 3.500 Kilometer lange Küste Marokkos. Im Norden des Landes befindet sich die knapp 500 Kilometer lange Mittelmeerküste, weiter südlich von Cap Spartel bis Lagouira erstreckt sich die Atlantikküste. Im Gegensatz zur felsigen und steilen Mittelmeerküste bietet die marokkanische Atlantikküste hervorragende Voraussetzungen zum Baden: Lange, flache Sandstrände prägen das Bild der Küste. Weiter im Landesinneren wird die Landschaft von Gebirgslandschaften geprägt. Das Rif-Gebirge, der Mittlere-Atlas, der Hohe-Atlas und der Anti-Atlas bilden die vier hervorherrschenden Gebirgsketten.  

Zu der abwechslungsreichen Natur Marokkos gehört auch der Erg Chebbi, eine 22 km lange und fünf Kilometer breite Dünenlandschaft. Die Dünen erreichen eine Höhe von bis zu 150 Metern. Bei Touristen sind kurze Ausflüge in die Dünenwelt sehr beliebt - egal ob mit Kamel oder Allradfahrzeug. Diese Ausflüge starten meist von Erfoud, Rissani und Merzouga. Teilweise sind die umliegenden Orte nicht mehr erkennbar, wenn man sich im Inneren der Wüste befindet. Für einen kurzen Augenblick hat man das Gefühl, die Sandwüste sei endlos. 

Trotz der oft eintönigen und dürren Landschaft beherbergt Marokko eine abwechslungsreiche und ausgedehnte Flora und Fauna. Diese reicht von Korkeichen, Arganien und Olivenbäumen bis hin zu Wacholder, Zedern und diversen Alpenpflanzen in den Gebirgsketten. In den Wüstenregionen trifft man mit etwas Glück auf saftig grüne Palmenoasen. Der Ourika-Fluss schneidet sich durch das Vorgebirge des Altas und bildet das Ourika-Tal. Aufgrund der Bewässerung durch den Fluss entspringen dem Tal grüne Terrassen, Obstgärten sowie Kräuter- und Safranfarmen. 

Paradiesische Gärten:
In den Städten sind zahlreiche Botanische Gärten zu finden. Diese mühevoll angelegten paradiesischen Gartenlandschaften begeistern jeden Besucher mit ihrer leuchtenden Farbenpracht. Die Altstadt Marrakechs wurde nicht umsonst zusammen mit ihren prachtvollen Gärten Agdal und Ménara zum UNESCO Welterbe erklärt. Der "Jardin Majorelle", der ehemals 1919 vom französischen Maler Jaques Majorelle angelegt wurde, ging in den Besitz des Modedesigners Yves Saint Laurent über. Heute kümmert sich die Stiftung "The Majorelle Trust" um den Erhalt der botanischen Anlage. 

Im fruchtbaren Ourika-Tal befindet sich der Garten "Anima", in dem André Heller seine Vorstellung eines paradiesischen Gartens verwirklicht hat.  Dort sind auch Werkstätten für afrikanisches Kunsthandwerk geplant, sowie ein kleines Museum. Vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten finden hier künftig ein neues Zuhause. Palmen und andere Baumarten, die von der Abholzung bedroht sind werden hier im sieben Hektar großen Areal neu gepflanzt. 

Beste Reisezeit nach Marokko und Klima

Marokko ist generell gesprochen ein Ganzjahresziel. An der Küste sind die Temperaturen oft vergleichsweise mild - im Gegensatz zum Landesinneren, wo Temperaturen von 40 °C keine Seltenheit sind.  An der Küste überschreitet das Thermometer selten die 30 °C-Marke. Für Rundreisen sind die Zeiträume von März bis Juni sowie von September bis Dezember besonders angenehm. Zu bedenken ist natürlich trotzdem: In Marokko ist es wie bei uns in Deutschland auch, das Wetter ist und bleibt unberechenbar in jeder Jahreszeit!

Einen Ausflug in die Wüste kann natürlich auch das ganze Jahr unternommen werden, empfehlenswert ist jedoch etwas anderes. Gerade im Juli und August steigt die Temperatur in Wüstenregionen gerne einmal auf über 50°C. Im Herbst und Winter sind die Temperaturen dagegen auch tagsüber verhältnismäßig angenehm. In den frühen Morgenstunden und am späten Abend kühlt es in der Wüste sehr schnell ab - vergessen Sie Ihre Decke nicht! 

Auch in den Städten sind die Jahreszeiten Frühling, Herbst und Winter für einen Besuch empfehlenswert. Im Sommer wird es, gerade in Marrakech sehr heiß. In Marrakech ist es meist ungefähr fünf Grad wärmer als in den anderen, nördlichen Königsstädten Rabat, Meknès und Fès.

Klimatabelle:
Temperatur in °Celsius
 
  Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Agadir 20 21 22 24 24 25 27 26 26 25 24 20
Casablanca 17 17 19 20 22 24 27 27 27 25 20 18
Essaouira 18 18 18 19 20 20 22 21 21 21 20 19
Fès 16 17 19 22 26 31 36 36 32 27 19 16
Marrakech 19 21 23 25 28 33 36 36 32 27 24 20
Ouarzazate 17 19 23 27 30 35 39 38 33 27 21 17
Rabat 17 18 19 21 23 25 28 28 27 25 20 18