Chile Rundreise

Gesegnet mit unterschiedlichsten geographischen Regionen und einer einzigartigen Flora und Fauna. Wäre es nicht richtiger, von mehreren Chile’s zu sprechen? Der Norden des Landes fasziniert mit der trockensten Wüste der Welt, der Atacama, die Mitte Chiles mit europäisch anmutenden Landschaftsszenerien und eisglitzernden Vulkanen, der raue Süden des Landes mit den weiten Steppen Patagoniens, herrlichen Fjordlandschaften und dem phantastischen Paine-Nationalpark. Nicht zu vergessen die einzigartige Osterinsel, in den Weiten des Pazifik gelegen.

Sie möchten mehr über Chile wissen? Bitte schön!
Geographie | Essen und Trinken | Geschichte & Kultur | Beste Reisezeit & Klima | Musik, Tanz & Literatur

Unsere Rundreisen in Chile

Argentinien & Chile
© Thinkstock
Buchungscode: BUEA3P

12-Tage-Erlebnisreise, Linienflüge, Übernachtungen in ausgesuchten 3-5 Sterne-Hotels, Ausflüge inkl. aller Eintrittsgelder

  • Metropolen Buenos Aires & Santiago de Chile
  • Perito-Moreno-Gletscher
  • Nationalpark Torres del Paine
  • Weinregion & Valparaíso
Chile - Traumhafter Süden
Torres-del-Paine-N.P., Chile (© GEORVTBavaria)
Garantierte Durchführung ab 2 Pers.
Buchungscode: SCLA02
11-Tage-Rundreise, Linienflüge mit LATAM Airlines, 3- und 4-Sterne-Hotels, Frühstück
  • Metropole Santiago de Chile
  • Die chilenische Schweiz
  • Vulkan Osorno und Todos los Santos-See
  • Nationalpark Torres del Paine
  • Spannende Vor- und Nachprogramme zubuchbar
Große Südamerika Rundreise - Faszination Südamerika!
Rio de Janeiro
Übernachtungen in hochwertigen 4* und 5*-Hotels
Buchungscode: LIMA5P

18-tägige Südamerika Rundreise

  • 5 Länder Südamerikas auf 1 Reise!
  • Inkl. 5 innersüdamerikanische Flüge
  • ÜN in hochwertigen 4* und 5*-Hotels
Chile - Argentinien
Torres-del-Paine-N.P., Chile (© GEORVTBavaria)
Garantierte Durchführung ab 2 Pers.
Buchungscode: SCLA3P
13-Tage-Rundreise, Linienflüge mit LATAM Airlines, 3- und 4-Sterne-Hotels, Frühstück
  • Metropolen Santiago de Chile und Buenos Aires
  • Bilderbuch-Vulkan Osorno
  • Todos-los-Santos-See
  • Nationalpark Torres del Paine
  • Perito Moreno-Gletscher
Buchungscode: Z1S67P

18 Nächte Kreuzfahrt mit der Star Princess

  • 1 Übernachtung in Santiago de Chile mit Rundfahrt/ -gang
  • Übernachtaufenthalt in Buenos Aires
  • 3 Übernachtungen in Rio de Janeiro
  • Rundfahrt, Besichtigung des Zuckerhuts & Corcovados
Chile - Die ganze Vielfalt
© Fotolia
Garantierte Durchführung ab 2. Pers.
Buchungscode: SCLA02C
14-Tage-Rundreise, Linienflüge mit LATAM Airlines, 3- und 4-Sterne-Hotels, Frühstück, Inkl. Nordchile und Osterinsel
  • Metropole Santiago de Chile
  • Die chilenische Schweiz
  • Vulkan Osorno und Todos los Santos-See
  • Nationalpark Torres del Paine
  • Inkl. Nordchile & Osterinsel
Chile - Von Norden nach Süden
Atacamawüste, Chile (© GEORVTBavaria)
Garantierte Durchführung ab 2 Pers.
Buchungscode: SCLA02B
14-Tage-Rundreise, Linienflüge mit LATAM Airlines, 3- und 4-Sterne-Hotels, Frühstück
  • Wüstenstädtchen San Pedro
  • Atacama-Wüste und Mondtal
  • Geysire von El Tatio
  • Salzsee Salar de Atacama
  • Metropole Santiago de Chile
  • Die chilenische Schweiz
  • Vulkan Osorno und Todos los Santos-See
  • Nationalpark Torres del Paine
Buchungscode: Z1S68P

22-tägige Kombinationsreise mit der Star Princess

  • 2 Inlandsflüge 
  • Rundfahrt mit Besichtigung des Zuckerhuts
  • 2 Ausflüge zu den Wasserfällen in Iguazú
  • Silvester in Rio de Janeiro!
Argentinien - Chile - Osterinsel
Moais auf der Osterinsel
Buchungscode: BUEA3Q

16-Tage-Erlebnisreise, Linienflüge, Übernachtungen in ausgesuchten 3-5 Sterne-Hotels, Ausflüge inkl. aller Eintrittsgelder, Traumziel Osterinsel

  • Metropolen Buenos Aires & Santiago de Chile
  • Perito-Moreno-Gletscher
  • Nationalpark Torres del Paine
  • Weinregion & Valparaíso
  • Traumziel Osterinsel
Rund um Kap Hoorn mit der Star Princess
© iStock
Buchungscode: Z1S69P

Karneval in Rio de Janeiro

  • 2 Inlandsflüge 
  • Rundfahrt mit Besichtigung des Zuckerhuts & Corcovados in Rio de Janeiro
  • 2 Ausflüge zu den Wasserfällen in Iguazú
  • Karneval in Rio de Janeiro!
Buchungscode: Z1S66P

24-tägige Kombinationsreise mit der Norwegian Sun

  • 2 Inlandsflüge
  • Rundfahrt mit Besichtigung des Zuckerhuts und des Corcovados in Rio de Janeiro
  • 2 Ausflüge zu den Wasserfällen in Iguazú
  • Rundfahrt in Buenos Aires
  • Premium All Inclusive an Bord i.W.v. € 1400.- p.P.
Südchile & die Osterinsel
Rapa-Nui
Garantierte Durchführung ab 2 Pers.
Buchungscode: SCLA02A
15-Tage-Rundreise, Linienflüge mit LATAM Airlines, 3- und 4-Sterne-Hotels, Frühstück
  • Metropole Santiago de Chile
  • Die chilenische Schweiz
  • Vulkan Osorno und Todos los Santos-See
  • Nationalpark Torres del Paine
  • Mysterium Osterinsel
  • gigantische Moais
  • Magische Steine am „Nabel der Welt“
Patagonien & Feuerland - auf nach Kap Hoorn
© Australis
Garantierte Durchführung ab 6 Pers.
Buchungscode: BUEA2P

15-Tage-Erlebnisreise mit Kreuzfahrt auf der MV Australis

  • Metropole Buenos Aires
  • Perito-Moreno-Gletscher
  • Die chilenische Schweiz
  • Nationalpark Torres del Paine
  • Kreuzfahrt durch die chilenischen Fjorde
  • Besuch von Kap Hoorn
Patagonien & Feuerland
MS Stella Australis
Garantierte Durchführung ab 2 Pers.
Buchungscode: SCLA4P

15-Tage-Erlebnisreise mit Kreuzfahrt auf der MV Stella Australis

  • Inkl. Metropolen Santiago de Chile & Buenos Aires
  • Nationalpark Torres del Paine
  • Kreuzfahrt durch die chilenischen Fjorde
  • Besuch von Kap Hoorn
  • Spannende Vor- und Nachprogramme zubuchbar
  • Die chilenische Schweiz

Geographie

Chile liegt an der Westküste Südamerikas, mehr als 10.000 km vom europäischen Festland entfernt. Es grenzt im Norden an Peru, im Osten an Bolivien und Argentinien. Zum chilenischen Hoheitsgebiet gehört u.a. auch die Osterinsel. Das Land erhebt Anspruch auf einen Teil der Antarktis.

Chile ist knapp 4.300 km lang, jedoch an keiner Stelle breiter als 350 km. Durch ganz Chile verlaufen die Anden, die zum Meer hin abfallen und mit dem Aconcagua eine Höhe von bis zu 6.959 m erreichen. An der Küste entlang und parallel zu den Anden verläuft eine kleinere Gebirgskette. Zwischen beiden Gebirgen liegt das fruchtbare mittelchilenische Längstal. Im Süden hat die Natur eine Fjordwelt mit unzähligen Inseln geschaffen. Das Land verfügt damit über eine äußerst vielfältige Natur und Kultur. Das Festland wird üblicherweise in 5 Zonen unterteilt: der Große Norden, der Kleine Norden, die Zentralzone, der Kleine Süden und der Große Süden.

DER NORDEN:

Der Norden des Landes, gleichzeitig das Hauptbergbaugebiet Chiles, wird zum großen Teil von der Atacama-Wüste bestimmt. Mit nur 1 mm Niederschlag pro Jahr zählt die Atacama zu den trockensten Wüsten der Welt.

Die Besuchs-Höhepunkte unserer Reisen:

San Pedro de Atacama ist das touristische Zentrum der Atacama und Ausgangspunkt für den Besuch aller weiteren Attraktionen der Gegend. Das kleine Oasenstädtchen liegt auf einer Höhe von 2.438m und zählt knapp 2.000 Einwohner. Besonders sehenswert sind die kleine Kirche von San Pedro und das sehr interessante Archäologische Museum Padre Le Paige.

In der Nähe von San Pedro liegt die Festung Pukará de Quitor. Sie wurde im 12. Jh. von den Atacameños erbaut und später von den Inkas weiter befestigt.

Das Valle de la Luna ist berühmt für die Sonnenuntergänge, bei denen das Mondtal in den verschiedensten Farben aufleuchtet.

Der Salar de Atacama ist ein Salzsee von gigantischen Ausmaßen. Glitzernde Salzkristalle, so weit das Auge reicht! Der Salar ist u.a. Heimat dreier Flamingo-Arten. An den Lagunas Chaxa lassen sich die wunderschönen Tiere und weitere Vogelarten gut beobachten.

Früh aufstehen muss, wer die Geysire von Tatio auf 4.321m Höhe in Aktion erleben will: Wenn die Morgensonne die nächtlichen Eishauben über den heißen Quellen schmilzt, steigen die Fontänen bis zu 10 Meter hoch. Ein anschließendes Bad in den heißen Quellen ist eine Wohltat für die kalten Glieder.

DIE ZENTRALZONE

DIE ZENTRALZONE mit der Hauptstadt Santiago de Chile zählt zu der am dichtesten besiedelten Zone des Landes. Im mediterranen Klima der Region hat der Weinbau eine lange Tradition.

Die Besuchs-Höhepunkte unserer Reisen

Santiago de Chile ist moderne Hauptstadt, Verkehrsknotenpunkt, politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum von Chile. Die Stadt liegt in einem Talkessel zwischen der Küstenkordillere und den Anden, im Ballungsraum leben etwa 10.000 Millionen Menschen, was einem Prozentsatz von ca. 40% aller Chilenen entspricht. Die Ebene der Hauptstadtregion ist von Getreide-, Obst- und Weinkulturen überzogen.

Viña del Mar und Valparaiso: Mit knapp 300.000 Einwohnern zählt Viña del Mar zur viertgrößten Stadt Chiles. Die ca. 130 km von Santiago entfernt am Pazifik liegende Stadt gilt als mondäner Urlaubsort und verfügt über ein reichhaltiges kulturelles Angebot. Gerne wird Viña aufgrund der vielen Parkanlagen, Palmen und Sandstränden auch als „Ciudad Jardín“, als Gartenstadt bezeichnet. Auch die chilenischen Präsidenten wissen um die Qualitäten von Viña - auf dem Cerro Castillo oberhalb der Stadt steht deren Sommerresidenz. Während der Saison ist die Stadt als Badeort beliebt, auch wenn die Wassertemperaturen des Pazifik uns Europäer eher abschrecken. Als die schönsten Strände gelten Reñaca und Las Salinas.


Die sich südöstlich von Viña anschließende traditionsreiche Stadt Valparaíso beherbergt den ältesten Hafen Chiles; außerdem residieren hier Kongress und Senat. Der historische Stadtkern Valparaísos ist von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Auf den Hügeln der Stadt drängen sich kunterbunt gestrichene Häuser, die der Stadt ein ganz besonderes Flair verleihen. Ober- und Unterstadt sind mit 15 abenteuerlich anmutenden Schrägaufzügen verbunden, die um die Jahrhundertwende konstruiert wurden und heute noch ihren Dienst tun.

DAS SEENGEBIET:

Das chilenische Seengebiet erstreckt sich in etwa von Temuco, dem Zentrum der Mapuche-Kultur bis nach Puerto Montt, dem Hauptsiedlungsgebiet deutscher Einwanderer. Deren Einfluss ist auch heute noch unverkennbar. Erleben Sie hier eine großartige Landschafts-Szenerie mit schneebedeckten Vulkankegeln, einer faszinierenden Seenlandschaft und einer ursprünglichen Tier- und Pflanzenwelt. Auch das Klima wird dem Mitteleuropäer sehr vertraut sein: gemäßigt und niederschlagsreich. Saftig grüne Landschaften und vor allem die dichten „kalten“ Regenwälder sind das Ergebnis dieser Niederschläge.

Die Besuchs-Höhepunkte unserer Reisen

Puerto Varas, gelegen am Südufer des Llago Llanquihue wurde 1854 von deutschen Siedlern gegründet und noch heute ist die deutsche Kultur dort weit verbreitet. Die Stadt bietet zahllose Unterkünfte, von der einfachen Pension bis zum Luxushotel, und verfügt über ein reichhaltiges Angebot an Restaurants. Puerto Varas ist ein idealer Ausgangspunkt für alle Exkursionen im südlichen Seengebiet. Überall im Ort sind deutsche Kuchenspezialitäten im Angebot; sie heißen hier auch auf spanisch „Kuchen“.

Die Vulkane Osorno, Calbuco und Puntiagudo ragen am Seeufer in den Himmel und stellen eine Traumkulisse für Puerto Varas dar.

Die Saltos de Petrohue sind eine Ansammlung von Stromschnellen und Wasserfällen, die sich in das Lavagestein hineingegraben haben. Die Vulkane Osorno und Puntiagudo bilden eine märchenhafte Kulisse dazu.

Der Lago Todos Los Santos ist von hohen, dicht bewaldeten Bergen umgeben. Der perfekt kegelförmig geformte Vulkan Osorno bestimmt das Bild während der ganzen Bootsfahrt, die wir hier für Sie vorgesehen haben.

Puerto Montt wird auch „Tor zu Patagonien“ genannt. Hier beginnt die Carretera Austral und hier laufen die Schiffe nach Feuerland, zur Magellanstraße und zu den Gletschern Patagoniens aus. 1852 landeten hier die ersten Deutschen Siedler. Heute ist Puerto Montt mit seinen ca. 160.000 Einwohner die Hauptstadt und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt der Region de los Lagos. Touristisch interessant ist vor allem der Fischerhafen Angelmó. Hier kann man den Fang des Morgens frisch kaufen oder in einer der vielen kleinen Garküchen direkt probieren. Gleich nebenan befindet sich ein großer Souvenir-und Handwerkermarkt.

PATAGONIEN

Patagonien liegt am südlichen „Ende der Welt“, auf chilenischem wie argentinischem Staatgebiet. Hier eröffnet sich Ihnen eine der wenigen ursprünglich gebliebenen Regionen unserer Erde. Im chilenischen Teil liegt das südliche Eisfeld, das größte zusammenhängende Eisfeld außerhalb der Polarregionen. Unzählige Gletscher kalben hier in kristallklare Seen. Zu den bekanntesten Gletschern gehören der Grey auf chilenischer und der Perito-Moreno auf argentinischer Seite. Im Rahmen einer Kreuzfahrt mit der SKORPIOS III erreichen Sie weitere unberührte Eiswelten. Feuerland, die größte Insel des südamerikanischen Kontinents, bildet das südliche Ende beider Länder.

In der Steppe Patagoniens leben u.a. Nandus, Guanacos, Füchse, Adler und der Anden-Kondor. In und an den Gewässern Südpatagoniens tummeln sich Pinguine, Seeelefanten, Delfine und Wale.
Ursprünglich war das Gebiet des heutigen Patagonien von Indianerstämmen bewohnt. Mit der Ausbreitung der Schafzucht im 19. Jahrhundert wurden sie grausam verfolgt und ausgerottet. Das Klima in der Region ist kühl und feucht, in den Sommermonaten gibt es weniger Regen, dafür ist es jedoch recht windig.

Die Besuchs-Höhepunkte unserer Reisen

Punta Arenas, die einstige „Perle der Magellanstraße“ zählt heute etwa 150.000 Einwohner. Ein großer Anteil der Bevölkerung ist kroatischstämmig, auch russische, jüdische, deutsche und Schweizer Einwanderer haben das Bild der Stadt mitgeprägt. Durch ihre günstige Lage ist die Stadt bis heute Anlaufstelle für die Handels- und Passagierschifffahrt. Touristisch interessant ist in Punta Arenas neben den ehemaligen Herrenhäusern der Schafbarone vor allem der Friedhof mit seinen vielen Familiengräbern und Kapellen. Vom Gipfel des Cerro de la Cruz hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt mit ihren bunten Dächern und den Hafen.

Die kleine Hafenstadt Puerto Natales liegt ca. 250 km nördlich von Punta Arenas und zählt etwa 20.000 Einwohner. Wo früher Schafzucht und Fischfang den Alltag bildeten, spielt heute der Tourismus eine wesentliche Rolle. Puerto Natales ist das Eingangstor für Touren in den berühmten Nationalpark Torres del Paine.

Der Nationalpark Torres del Paine ist der unbestrittene Besuchs-Höhepunkt in Patagonien. Er liegt ca. 140 km nördlich von Puerto Natales. Die steil in den Himmel ragenden Granitspitzen „Torres del Paine“ und die „Cuernos del Paine“, die „Hörner“ aus Vulkangestein, Kalk und Granit sowie die herrlichen Gletscherseen sind das wohl bekannteste Bild Chiles. Der Park ist Heimat für eine Vielzahl von Wildtieren, u.a. Guanakos, Nandus, Füchsen und vielen Vogelarten.

Feuerland, zu dessen Archipel auch Kap Hoorn gehört, ist die größte Insel Südamerikas. Argentinien und Chile teilen sich die Insel, die insgesamt ca. 250.000 Menschen beherbergt. Die wichtigsten Orte sind Ushuaia auf der argentinischen und Puerto Williams auf der chilenischer Seite, die sich jahrelang um den Titel „südlichste Stadt der Welt“ stritten. Ushuaia ist ein beliebter Anlaufpunkt für Kreuzfahrtschiffe. Das Zentrum der Insel ist von lichtem Wald bestanden, während in den Küstenzonen Tundralandschaft mit einigen wenigen Zwegpflanzen vorherrscht. Touristisch interessant ist vor allem der Beagle-Kanal, an dem auch die beiden Städte liegen, denn hier befindet sich die so genannte „Gletscherallee“, viele nebeneinander gelegene Gletscher, die von den Bergen flieen und Fjorde in die feuerländische Landschaft schneiden.

Kap Hoorn ist der südlichste Punkt im Feuerlandarchipel und Inbegriff für das Ende der Welt. Das einst so berüchtigte Kap wird heute von diversen Kreuzfahrtlinien umrundet, entsprechendes Wetter vorausgesetzt, wird die Insel auch angefahren

CARRETERA AUSTRAL

Diese einzigartige Straßenverbindung, zum Teil asphaltiert, windet sich von Puerto Montt aus über 1100km bis nach Caleta Tortel. Der Fertigstellung dieser Verbindung im Jahr 1996 gingen 20 Jahre Bautätigkeit voraus, durch unwegsame Urwälder und Gebirge, über Flüsse und Seen, an Fjorden und Küstengebieten entlang. Urspünglich war das Gebiet der heutigen Carretera Austral von von Stämmen der Kaweskar und Tehuelche besiedelt, die im Rahmen der „Araukarisierung“ durch die Mapuche teilweise deren Sprache und Kultur übernahmen. Die Besiedelung durch die Europäer erfolgte erst sehr spät zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

OSTERINSEL

3.800 km westlich des Festlandes im Pazifik gelegen, gehört ebenfalls zu Chile. Auf der Insel leben heute rund 2000 Insulaner. Zu den Attraktionen der Insel zählen die Moias, die rund 1000 riesigen Steinstatuen unbekannten Ursprungs, die sich– in unterschiedlichsten Entstehungsphasen - über die Insel verteilt finden. Ebenso faszinierend sind der Krater des Rano Kao-Vulkans, die Petroglyphen von Orongo und das anthropologische Museum bei Hanga Roa.

Essen und Trinken

Die chilenische Küche überzeugt zumeist nicht durch große Raffinesse, dafür aber durch frischeste Zutaten. Durch seine Nähe zum Pazifik werden in Chile viel Fisch und Meeresfrüchte gegessen. Lachs, Seehecht, Seeaal und Seeigel, eine ungeheure Vielfalt von Muscheln, Krebse, Krabben und die teure „Centolla“, die Meeresspinne werden in vielfältiger Form verarbeitet.

Als „Cebiche“ ist ein Gericht aus rohem Fisch bekannt und beliebt. Der Fisch (üblicherweise ein Weißfisch mit festem Fleisch) wird u.a. mit Chili, Zwiebel, Salz, Pfeffer und Zitronensaft vermischt und gekühlt gereicht. Als Beilage können z.B. Süßkartoffeln oder Mais gereicht werden. Wichtig: es dürfen nur frischeste Zutaten in das Gericht.

Die Meeresfrüchte sind oft Bestandteil von Suppen und Eintöpfen – so zum Beispiel beim „Chupe de mariscos“, einer dicken Suppe aus Meeresfrüchten, Butter, Brotstücken, Avocadocreme und Käse.

Rindfleisch, Schwein, Lamm und Geflügel wandern in der Regel einfach in die Pfanne, in den Ofen oder auf den Grill.

Zur chilenischen Kultur gehören sicherlich die „Asados“ (Grillfeste). Das Fleisch wird „a fuego lento“ gebraten, ganz, ganz langsam. Das Grillen ist Männersache, die köstlichen Vor- und Nachspeisen (meist sehr süss) Frauensache.

Perfekt als Vorspeise oder für zwischendurch sind die „Empanadas“, kleine Teigtaschen mit den unterschiedlichsten Füllungen, die, frisch aus dem Ofen kommend, den Gaumen verwöhnen.

Eine weitere Spezialität des Landes ist das reichhaltige „Curanto“, ein Gericht aus Meeresfrüchten, diversen Fleischsorten, Würsten und Kartoffeln. Das aus der Seenregion stammende Gericht wird in der Originalversion in einem Erdloch gegart.

Dem europäischen Gaumen unbekannt ist das „Pastel de choclo“ (Maiskuchen): Rind, Huhn, Rosinen, Eier und Zwiebeln werden mit Maisbrei bedeckt, mit Zucker bestreut und im Ofen gebacken.

Bratwurst und Kuchen – deutsche Einflüsse zeichnen die Küche des Südens aus, die Begriffe haben ihren Weg in die chilenische Sprache gefunden. Da wird zum Frühstück schonmal die Wurstplatte gereicht, und nachmittags genießt man Kuchen. Eine weitere deutsche Kapriole: die Longaniza, eine Bratwurst, traditionell serviert mit einem Berg Kartoffelpürée.

Eine Besonderheit Chiles ist das „Once“ - übersetzt „elf“. Angeblich soll sich dahinter das Wort für Schnaps, aguardiente, verstecken, das elf Buchstaben hat. Unter Once versteht man einen nachmittaglichen Imbiss. Meist ist es schlicht unser Nachmittagskaffee mit einem Stück Kuchen, oder es geht auch schon einmal – insbesondere in der Seenregion - in Richtung auf eine deftige Brotzeit.

Getrunken werden traditionell die sehr guten chilenischen Weiß- und Rotweine. Beliebte Rebsorten sind der Cabernet Sauvignon und der Merlot. Eine typische, chilenische Spezialität ist die Carmenere-Traube. Aber auch der Bierkonsum ist in den letzten Jahren gestiegen. Wundern Sie sich nicht, wenn die Biernamen vor allem im Süden des Landes Deutsch klingen.

Nationalgetränk ist der Pisco Sour, basierend auf dem Traubenschnaps Pisco, dessen Trauben einzig aus dem Elqui-Tal in Norden des Landes kommen. Sowohl Chile als auch Peru haben den „Pisco Sour“ als ihr Nationalgetränk deklariert. Als Tourist sollte man sich besser nicht einmischen, sondern das Mixgetränk lieber genießen. Zu einem guten Pisco Sour gehören neben dem Pisco Limettensaft, Puderzucker, Eiweiß für den Schaumrand und Eiswürfel.

Geschichte und Kultur

In vorspanischer Zeit erstreckte sich das Reich der Inka unter Túpac Yupanqui von der Atacama-Wüste bis hinunter zum Rio Maule, wo es auf die kriegerischen Stämme der Mapuche stieß, die dem Expansionsdrang der Inka ein Ende setzten. Auch die nachfolgenden Spanier, auf der Suche nach Edelmetallen, fanden in den Mapuche lange ein erbittert um seine Freiheit kämpfendes Volk. Die Besiedelung Chiles schritt nur langsam voran. Neben dem Widerstand der indigenen Volksgruppen machten Naturkatastrophen und letztendlich die schwierigen topographischen Voraussetzungen dieses wilden Landes zu schaffen.

Nach der Unabhängigkeit von Spanien im Jahr 1810 schaffte es Chile innerhalb kurzer Zeit, ein relativ stabiles politisches System aufzubauen. Mit der Wahl von Salvador Allende zum Präsidenten geriet das Land 1970 kurz unter marxistischen Einfluss. 1973 übernahm General Augusto Pinochet in einem blutigen Militärputsch die Macht und hielt diese bis zur Volksabstimmung im Jahr 1988. Im Rahmen freier Wahlen wurde im Folgejahr ein Christdemokrat sein Nachfolger, der Weg zurück zu einer demokratischen Gesellschaft war gelegt.

Spanier, Engländer, Portugiesen, Kroaten, Deutsche, Italiener und Schweizer – eine Vielzahl von Bevölkerungsgruppen besiedelten Chile in den letzten Jahrhunderten und versuchten, in diesem Vielvölkergemisch die Besonderheiten ihrer Kultur zu erhalten; die Nachkommen dieser Siedler gestalten noch heute die Geschicke des Landes. Heute haben fast alle der knapp 17 Millionen Chilenen europäische Wurzeln.

Mit rund 600.000 Mitgliedern zählen die Mapuche zu den größten indigenen Bevölkerungsgruppen im Land. Im Norden Chiles leben noch etwa 50.000 Aymaras und 20.000 Atacameños. Auf der Osterinsel lebt noch eine kleine Anzahl Nachkommen der polynesischen Urbevölkerung Rapa Nui. Andere indigene Bevölkerungsgruppen, insbesondere im Süden des Landes, wurden im Laufe der Kolonialisierung vertrieben oder ausgerottet.

Beste Reisezeit & Klima

Da Chile auf der Südhalbkugel liegt, verlaufen die Jahreszeiten hier entgegengesetzt zu den europäischen. Die beste Reisezeit für unsere Reisekombinationen Chile und Chile-Argentinien liegt zwischen Oktober/November und März. Während dieser Monate sind die klimatischen Verhältnisse weitestgehend stabil. Im Frühjahr wird die patagonische Steppe von einem bunten Blütenkleid überzogen, im Herbst schmücken sich die Südbuchen mit rot leuchtenden Blättern. Bedenken Sie: in Patagonien können Sie alle vier Jahreszeiten an einem Tag erleben. Ein Sprichwort besagt: „Wenn Dir das Wetter nicht gefällt, warte einfach eine halbe Stunde.“

Nordchile kann ganzjährig bereist werden. In der Atacamawüste werden Sie stets warme Tage und kalte Nächte erleben.

Auf der Osterinsel ist es das ganze Jahr über angenehm warm (21ºC Jahresmitteltemperatur). Es gibt keine stark ausgeprägten Jahreszeiten – die Insel ist das ganze Jahr ein besonderes Reiseerlebnis.

Musik, Tanz und Literatur

Musik:
Violeta Parra, Malerin, Sängerin und Komponistin berühmter sozialkritischer Lieder, hat sich intensiv um den Erhalt der chilenischen Folklore gekümmert. Auf ihren Reisen hat sie die bäuerlichen Gesänge bei Ernten, bei Geburten, bei der Weinlese oder der Hochzeit dokumentiert und für die Nachwelt erhalten. Eines ihrer berühmtesten Lieder ist sicher das „Gracias a la vida“, vielleicht bekannt in der von der argentinischen Ikone Mercedes Sosa gesungenen Version. Ihre Kinder Angel und Isabel führten das Erbe fort, gemeinsam mit dem Komponisten und Sänger Victor Jara, der als einer der Vertreter der „nueva canción“ galt. Victor Jara zählte zu den ersten, die die Militärs in Chile nach dem Pinochet-Putsch umbrachten.
Ebenso bekannt ist die Gruppe Inti-Illimani, die unter dem Mantel der Folklore politisch gegen Pinochet aktiv war. Die Rockband „La Ley“ ist in ganz Lateinamerika bekannt.

Literatur:
Mit Gabriela Mistral und Pablo Neruda verfügt Chile über zwei Nobelpreisträger für Literatur; der auf Chiloé geborene Francisco Coloane wird gerne als der „Karl May Chiles“ bezeichnet. In Deutschland besser bekannt sein dürfte Isabel Allende sein, die mit ihrem Roman „Das Geisterhaus“ eine unterhaltsame Zeitreise durch das Chile des 20. Jahrhunderts unternimmt.

Tanz:
Der Nationaltanz Chiles ist die Cueca. Die Cueca wird u.a. zum Nationalfeiertag, dem 18. September getanzt und wird u.a. in den Schulen gelehrt. Sie ist ein komplizierter Paartanz, bei dem sich die Partner aufeinander zu und im Halbkreis umeinander herum bewegen. Tänzer und Tänzerin tragen je ein Taschentuch in ihrer rechten Hand, mit dem sie ihre Bewegungen unterstreichen. In Abwandlungen ist die Cueca ebenso in Bolivien, Argentinien und Paraguay bekannt. Auch die peruanische Marinera ist eine Form der Cueca. Vor dem Salpeterkrieg 1879 hieß der Tanz dort noch „La Chilena“.